On the Way | Yi Embroidery Meets Football

Unterwegs | Yi-Stickerei trifft Fußball

Wir besuchten Ding Lanying in ihrem Atelier – einer anerkannten Meisterin der Yi-Stickerei und Erbin des immateriellen Kulturerbes Chinas.

Das Gespräch entwickelte sich langsam – Fäden, Muster, die Art und Weise, wie Erinnerung in den Händen bewahrt wird. Dann, leise zur Seite gelegt, lag etwas Unerwartetes: ein Fußball.

Nicht gedruckt, nicht bemalt – sondern in die Oberfläche gestickt.

Es war Teil eines Projekts der National Football League, das für das Jahr des Pferdes ins Leben gerufen wurde.
Ein Objekt aus einer Welt, getroffen von einer Sprache aus einer anderen.

Auf ihrem Telefon sahen wir Bilder von Stickerinnen, die über ihrer Arbeit gebeugt waren – in die Oberfläche des Fußballs stickend.

Die Nadel bewegt sich immer wieder durch das Leder. Es ist ein Material, das bestickt werden kann – aber nicht leicht. Es erfordert Präzision, Kontrolle und Zeit. Und mehr als das – jahrelange, still angesammelte Übung.

Was wir sahen, war nicht nur Technik, sondern Ausdauer.

In diesem Moment veränderte sich etwas.

Stickerei, oft in ihrem eigenen Kontext verstanden – Kleidung, Zeremonien, Tradition –
erstreckte sich plötzlich darüber hinaus. Nicht als Dekoration, sondern als eine Art zu sehen.

Es brachte uns dazu, zu überdenken, was diese Materialien leisten können. Nicht nur, woher sie kommen, sondern wohin sie gehen könnten. Ein Stück Stoff, ein Faden, eine still überlieferte Technik – kann in völlig verschiedene Welten eindringen und doch sie selbst bleiben.

Vielleicht gehört Handwerk nicht zu einem einzigen Bereich. Es bewegt sich. Es passt sich an. Es findet neue Formen. Manchmal an Orten, die man nicht erwartet.

(Foto mit freundlicher Genehmigung der NFL)

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